Brexbachtalbahn

Bernd Heinrichsmeyer
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von Bernd Heinrichsmeyer »

Also sorry, das mit der Werkstatt ist einfach nur Käse. Triebwagen kann man auf jeden Fall ambulant warten. Wir haben Uerdinger von 1991 - 2002 ohne Werkstatthalle gewartet und dabei sogar komplette Arbeiten nach § 32 (2-3) EBO ausgeführt. Im Hunsrück haben wir von 2009-2013 (teilweise sogar bestellt durch den ZV SPNV Nord) Fahrten auf einer Inselbahn angeboten, wo noch nicht einmal eine Grube da war. In Zittau haben wir SPNV (täglich 650 Zkm) von 2002 - 2004 angeboten, ohne eine Halle zu haben (das BW wurde Ende 2004 gekauft).

Kurz: Wo ein Wille, da ein Weg! An der Anbindung Engers die Brex scheitern zu lassen (danach sieht es ja jetzt aus), ist dumm, töricht und spielt der bahnfeindlichen Landesregierung in die Hände. Wie weltfremd muss man sein, einen Streit um ein Straßenprojekt zugunsten der Bahn anzuzetteln? Das kann doch nur ein Schuss ins eigene Knie werden.

Nach meiner Einschätzung haben in Rh-P durch die von unseren Steuergeldern bezahlten Verhinderer in MWVLW Bahnprojekte kaum mehr eine Chance. Die Brex ist aufgrund ihrer Lage, der nahegelegenen Ballungsräume und aufgrund der wahnsinnigen Vereinsarbeit vor Ort (von den Gleisen kann man essen, so sauber sind die) das einzige Projekt, dem ich noch eine Chance zurechne. Diese kleine Chance muss aber auch ergriffen werden.

Als ich drei Jahre alt war, bin ich als gebürtiger Neuwieder zum ersten Mal mit der Brex gefahren. Zu meinem 53sten würde ich es gerne wieder tun!
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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TroubadixRhenus
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von TroubadixRhenus »

...wobei Fahrzeugwartung "auf der grünen Wiese" schon so eine Sache ist. Werkzeug und Betriebsstoffe täglich ankarren und wieder mitnehmen, Probleme mit Umweltauflagen, im freien abgestellte Fahrzeuge sind am nächsten Tag vielleicht "bunt" und ähnlich Spässchen. Kann verstehen, wenn man da eher skeptisch ist.
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Dieselpower
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von Dieselpower »

Mal ganz davon abgesehen, daß auch - selbst wenn nun mancher Anwohner entsetzt aufspringen würde - die Umleiterzüge für den Ton, die im Spätsommer laufen werden, durchs Brexbachtal einen erheblich kürzeren und weniger beschwerlichen Umweg nehmen könnten.

Gut, so wird der zwar leider betrieblich arg gerupften, aber für schwerste Lasten ertüchtigten Oberwesterwaldbahn (Streckenklasse D4) zwar noch einmal Güterzugehre zuteil, doch auch hier werden sich dann schon (Bei nur 3 Zugpaaren zusätzlich) die Nachteile einer kurzsichtigen Politik des "Erst mal raus mit den Weichen und Gleisen" dann sehr deutlich zeigen.

Selbst wenn nun schnell entschieden würde (also für deutsche Verhältnisse: In den nächsten 35 Jahren oder so), käme für diese Züge die Abkürzung erst mal zu spät! Aber wieder einmal mehr könnte man an einem Beispiel festmachen, daß ein vernünftiges Netz mehr Sinn macht, als ein zerstörter Torso aus einem Sammelsurium kleiner Insel- und Stichstrecken...selbst wenn es nicht dauerhaft betrieben wird, sondern nur betriebsfähig vorgehalten.
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
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Bernd Heinrichsmeyer
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von Bernd Heinrichsmeyer »

TroubadixRhenus hat geschrieben:...wobei Fahrzeugwartung "auf der grünen Wiese" schon so eine Sache ist. Werkzeug und Betriebsstoffe täglich ankarren und wieder mitnehmen, Probleme mit Umweltauflagen, im freien abgestellte Fahrzeuge sind am nächsten Tag vielleicht "bunt" und ähnlich Spässchen. Kann verstehen, wenn man da eher skeptisch ist.
Ich habe nie behauptet, das sei eine erstrebenswerte Lösung. Es ist eine ungeheure Buckelei. Aber es geht. Und in Sayn sind Flächen, die man zum Schutz vor Vandalismus abzäunen könnte. Und es wäre ja nur ein Provisorium, bis Engers hergestellt ist.
Bernd Andreas Heinrichsmeyer
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reinout
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von reinout »

Heute Mittag habe ich auf die "Rail 2017" Ausstellung in Houten (NL) die Informationsstand der Brexbachtalverein besucht. Ein sehr freundliches Gesprach. Das die Brex überhaupt eine Informationsstand auf eine Holländische Ausstellung hat sagt schon genug für das Engagement und die schreckliche Unmengen an ehrenamtliche Arbeit die ins Project geflossen sind :) Das stimmt gut zu die Bemerkung von Bernd:
Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:... der wahnsinnigen Vereinsarbeit vor Ort (von den Gleisen kann man essen, so sauber sind die) ...
Davon kann man als lokale Behörden doch nur träumen?

Reinout
schotter
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von schotter »

Erledigt.
Gruß Schotter.
Zuletzt geändert von schotter am So 16. Apr 2017, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
TroubadixRhenus
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von TroubadixRhenus »

Bernd Heinrichsmeyer hat geschrieben:
TroubadixRhenus hat geschrieben:...wobei Fahrzeugwartung "auf der grünen Wiese" schon so eine Sache ist. Werkzeug und Betriebsstoffe täglich ankarren und wieder mitnehmen, Probleme mit Umweltauflagen, im freien abgestellte Fahrzeuge sind am nächsten Tag vielleicht "bunt" und ähnlich Spässchen. Kann verstehen, wenn man da eher skeptisch ist.
Ich habe nie behauptet, das sei eine erstrebenswerte Lösung. Es ist eine ungeheure Buckelei. Aber es geht. Und in Sayn sind Flächen, die man zum Schutz vor Vandalismus abzäunen könnte. Und es wäre ja nur ein Provisorium, bis Engers hergestellt ist.
So ist es. Kenne das auch noch, im Schotter unterm VT zu liegen. In der Not macht man es dann für eine gewisse Zeit eben mal. Kann aber nie mehr als eine verübergehende Notlösung sein.

Ohne die Weiche zur Rheinstrecke wird es wohl in mehrerer Hinsicht schwer werden.

Übrigens war ich letzten Samstag auf der Loreley und war fassungslos! Dort werden laut Rheinzeitung >klick< in den nächsten Jahren 5 Millionen EUR Bundeszuschüsse verbuddelt (was das dann wirklich kostet, steht vermutlich noch auf einem anderen Blatt). So einen richtigen Mehrwert kann ich dabei nichtmal erkennen, ausser dass das Fels-Plateau mit Beton zugeschmiert wird (das Modell kann man sich im Besucherzentrum ansehen)... Man fragt sich ernstlich: Auf der einen Seite werden touristisch sinnvolle Bahnprojekte anscheinend aktiv torpediert, und man tritt Ehrenamtlern dabei auch gerne mal kräftig in den Hintern. Andererseits pumpt man Unmengen von Geldern in solche "Landschaftszubetonierorgien" und meint noch, das wäre schön und sinnvoll...
Knipser1
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von Knipser1 »

Auch wenn mir eine Reaktivierung bis Engers am liebsten wäre - ich denke einfach, dass bei der Brex mal wieder was "rollen müßte" um zu beweisen, dass die Brex wirklich Fahrgastpotential hat. Zur Not halt erstmal auf einer Teilstrecke wie Sayn-Grenzau (-Ransbach Baumbach...) Die letzten Sonderfahrten sind einfach schon zu lange her und viele nicht-eisenbahninteressierte Bendorfer (und weitere Streckenanrainer) denken doch wirklich, da sind nur ein paar Idealisten, die da Samstags mit nem SKL hin und herfahren und Bäume und Hecken beseitigen. Das touristische Potential erschließt sich dadurch natürlich niemandem, da es ja auch keine einzige Gelegenheit gibt, da mal eine Runde Schienenbus mitzufahren und die Schönheit des Brexbachtals zu geniessen. Vielliecht setzt dann mit solchen Fahrten endlich mal ein Umdenken ein. Oder bin ich da etwas zu naiv?

Es ist jedenfalls unglaublich, wie schwierig es derzeit in Rheinland-Pfalz ist eine solche Strecke wieder ans Laufen zu bekommen. Die negativen Beispiele werden ja fast endlos (Brex, Eifelquerbahn, Hunsrückbahn...).

Und es ist eigentlich schade - die Politiker reden gerne von Förderung des Ehrenamtes, Förderung von sanften Tourismus etc. und wenn sich dann so ein Verein wie die Brexbachtalbahner engangiert wird man am langen Arm verhungern lassen.
Ich freue mich, dass bei der Eifelquerbahn Jörg Petry der Kommune Gerolstein auch mal den Stinkerfinger zeigt und erstmal keine Kulturveranstaltungen plant. Man nimmt wohl auch in der Eifel sehr gerne, gibt aber wenig zurück. Und -hallo!!!- in Gerolstein steht der Lokschuppen zur Beheimatung von Eisenbahnfahrzeugen für den Betrieb auf der Eifelquerbahn bzw. Westeifelbahn. Das ist nicht in erster Linie als "Kulturlokschuppen" gedacht. Das hat man wohl bei der Stadt ganz vergessen. Daher gut, dass Jörg da mal wieder daran erinnert.
Aber sorry, ich schweife ab.

In Bendorf ist es aber wohl (leider) nicht anders. Die Kommune wehr sich ja anscheinend mit Händen und Füßen.
Aber Hauptsache das Projekt Sayner Hütte wird mit unsere Steuer-Geldern vollgepumpt... :roll:


Grüße

Guido
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Dieselpower
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von Dieselpower »

...wobei die Saynerhütte wenigstens noch ein Kulturdenkmal darstellt.

Viel Schlimmer ist die Verschwendung von Steuergeldern, Grundstücken etc. für völlig kulturfremde Dinge aber unter eben dem Deckmäntelchen.
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schotter
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Hier mal was vom Bundestag

Beitrag von schotter »

Erledigt.
Gruß Schotter.
Zuletzt geändert von schotter am So 16. Apr 2017, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
schotter
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von schotter »

Erledigt.
Gruß Schotter.
Zuletzt geändert von schotter am So 16. Apr 2017, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
schotter
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Re: Brexbachtalbahn

Beitrag von schotter »

Erledigt.
Gruß Schotter.
Zuletzt geändert von schotter am So 16. Apr 2017, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
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