Wir schreiben einen kalten Dezembertag in der ersten Monatshälfte im Jahr 2012. Es war, wie immer, im Rahmen einer Rangierfahrt, wir standen der Grenze zur freien Strecke und ich fragte den Lokomotivführer, ob er mal eine Filmaufnahme von mir machen könnte, während ich den ein oder anderen Handgriff verrichte.Er willigte mit den Worten „Ich muss mir das Elend ja mit ansehen“ ein und worüber ich sofort lachen musste, ergriff meine Kamera, die ich ihm reichte und ging, nachdem ich von der Lokomotive, einer Köf 3, Kleinlok der Leistungsgruppe 335
„Junge, du bist Praktikant und kein Regisseur!“
Sofort lachte ich laut los, er dagegen schüttelte beinahe fassungslos und mit einem scheinbar seufzenden „Nee!“ den Kopf. Inzwischen hatten wir uns wieder rückwärts in Richtung Werk in Bewegung gesetzt.
Ob und was ich dieser Reaktion noch entgegnet habe, kann ich nicht mehr sagen, außer, dass ich bis zum heutigen Tag noch darüber lachen kann!
Wie sehr ein unter anderem kleines aber ungewöhnliches Anliegen eine große und unverständliche Reaktion hervoruft!