Am Morgen vor der Veranstaltung in Gerolstein hat der SPNV-Nord (02.04.2025 | 09:48 Uhr)
eine längere Pressemitteilung herausgegeben/veröffentlicht, die in der versendeten Version
auch von der DB-Pressestelle in Frnakfurt mit unterzeichnet war. Der Titel:
„Wir wollen fertig werden!“
Zu Beginn geht es um einen Rückblick auf die Veranstaltung vom 12. März:
„Am Anfang des Wiederaufbaus hat es viele Informations-Veranstaltungen und lokale Gespräche
der DB entlang der Eifelstrecke gegeben. Dann war der Informationsfluss ins Stocken geraten.
Uns war es als Zweckverband SPNV-Nord wichtig, den abgerissenen Gesprächsfaden wiederzu-
beleben. Es geht darum, ehrlich und transparent zu informieren und miteinander zu reden,
auch wenn es Schwierigkeiten gibt“, erläutert Verbandsdirektor Thorsten Müller, und weiter:
„Beim Wiederaufbau der Eifelstrecke wurden viele Termine gerissen. Immer kam etwas später.
Und jetzt kommt ja noch die ersehnte Elektrifizierung, da ist der Frust in der Region über die
andauernden Einschränkungen im Schienennahverkehr hoch. Über die Gründe und den Stand der
aktuellen Planungen wurde am 12. März im ehemaligen Bahnbetriebswerk Gerolstein geredet.“
Der SPNV-Nord hatte für den Termin rund 50 relevante Akteure in den Lokschuppen auf dem Ge-
lände des ehem. Bw Gerolstein eingeladen, darunter die betroffenen kommunalen Mitglieder des
SPNV-Nord (LK Vulkaneifel, Eifelkreis Bitburg, LK Trier-Saarburg und Stadt Trier), die hauptamt-
lichen Bürgermeister der Kommunen, Unternehmen, Fahrgastverbände und interessierte Vereine
und Verbände. Thorsten Müller moderierte das Podium, auf dem Dennis Klees, Bereichsleiter Ver-
kehrsmanagement des SPNV-Nord, sowie mit
Christoph Michels, Gerd Bolte und Stefan Gleißner
gleich drei Verantwortliche der DB-Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO Rede und Antwort standen
[...]
Mit dem Abschluss der Gesamt-Elektrifizierung der Eifelstrecke rechnet die DB InfraGO im Jahres-
verlauf 2028. Insbesondere drei in RLP trotz mehrfacher Ausschreibung noch nicht vergebene Lose
zur Elektrifizierung (jeweils Abschnitte von 16 bis 20 Kilometer) führen zu dieser Verzögerung. Die
Lose wurden nun jeweils in Planung und Ausführung aufgeteilt, um das Verfahren zu beschleunigen.
Erst wenn alle Firmen an Bord seien, könne man neue Zeitpläne erstellen und verbindliche Termine
nennen, sagten die DB InfraGO-Vertreter. Besonders die letzte Bauphase der Oberleitungen wolle man
kompakter gestalten: Für diesen großen Eingriff brauche man alle Firmen gleichzeitig vor Ort.
Stefan Gleißner von der DB InfraGO erläuterte: „Eine besondere Herausforderung sind die Tunnel mit
direkt anschließenden Brücken über die Kyll. Bei einem gleichzeitigen Bau von Brücken und Tunneln
können keine Arbeitsfahrzeuge in die Tunnel gelangen, da die vorgelagerten Brücken dann nicht zur
Verfügung stehen würden. Diese Kombination aus Oberleitungsneubau, Tunnelausbau und Brücken-
maßnahmen ist auch bislang bei keiner Generalsanierung umgesetzt oder so geplant worden. Sie lässt
sich nicht in einem Schritt umsetzen, sondern muss aufeinander folgend umgesetzt werden.“ [
Anm.
Die Elektrifizierung der Moselstrecke zu Beginn der siebziger Jahre kannte vergleichbare Herausfor-
derungen, die dabei sogar weitgehend parallel zu einem laufenden Betrieb erfolgte, der tlw. noch
mit schweren Dampfloks durchgeführt wurde. Zur Verminderung der Qualmbelastung bei den Tunnel-
durchfahrten wurden die Güterzüge von V90 nachgeschoben ...]
Die gesamte Meldung - auch mit detaillierten Erläuterungen zum SEV:
https://www.spnv-nord.de/artikel/presse ... g-werden-x