
Um das Dorf herum gab es zwischen dem ausgehenden 16. Jahrhundert und den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts 14 Marmorbrüche. Die Wanderung begann am Bruch "Schupbach schwarz", so der Handelsname. Die Brüche liegen am Rand des Kerkerbachtals. Hier sind die Reste des Maschinenhauses zu sehen, das wiederhergestellt werden soll. Die Halde für den Abraum befand sich dahinter..

Dieser stationäre Kran (auch wenn er auf Schienen steht) diente dazu, den Abraum aus der ca. 30 m tiefen Grube zu heben und auf die bereitstehenden Loren zu verladen

Dieser Derrick-Kran war noch erhalten. Ein weiterer Kran aus Holz wurde wieder hergestellt

Der Marmor wurde in großen Blöcken abgebaut. In einer Richtung wurde gesägt, in die andere Richtung gebohrt und dann im Winter mit gefrierendem Wasser in den Bohrlöchern oder mit aufquellendem Holz abgesprengt


Vom Bruch aus wurden die Steine über eine schiefe Ebene, eine sog. Steinrutsche (Staa-ritsch, wie es hier heißt) zum Anschlußgleis an der KKB transportiert. Die Kopframpe wurde wieder hergerichtet.

über die ehemalige Trasse der Kerkerbachbahn ging es dann zum Bruch Korallenfels

Dort wurde die Verladerampe wieder hergerichtet, der Wagen ist eine Dauerleihgabe der Brohltalbahn

Der Bruch wurde in den 30ern aufgegeben, da die Struktur des dort gebrochen Marmors nicht mehr "zeitgemäß" war. Deshalb sind dort auch noch gerade gebrochene Blöcke zu finden.

Allerdings wurde er u.a. im Empire State Building verwendet.



Die Brüche sind ein Geopunkt im Geopark Westerwald Lahn Taunus: https://geopark-wlt.de/geopunkt-marmors ... kerbachtal

Über die Trasse der Kerkerbachbahn ging es dann zum Bruch Goldader, in die technische Ausstattung des Korallenfels nach desssen Aufgabe umgezogen war. Dort wurde der Derrick-Kran wieder aufgebaut. Das Maschinenhaus im Hintergrund ist in Arbeit

