FRANKREICH:
Ein Panhard Movic von REE Modeles als Sattelschlepper der SNCF in deren "Haus zu Haus" Dienst.
Die Sattelkupplung ist bei diesemfranzösischen System Teil der Stützräder des Aufliegers und klappen beim aufsatteln selbständig ein. Auch vor gut 50 Jahren hatte man schon pfiffige Ideen...
PS: Mit Ätzspiegeln und Ätzscheibenwischern...



DDR:
Auch der H0 Automarkt nach DDR Vorbild wird autotechnisch bestens beglückt:
Wir schreiben das Jahr 1989: Erich Honecker ist mit Michail Gorbatschow unterwegs in "Berlin-Hauptstadt der DDR".
Nicht in Michails schwerem ZIL 41052 (der 4104 verlängert und gepanzert) sondern in Erich H´s "neuem" Dienstwagen: Einem bei Nilsson in Schweden verlängerten Citroen CX.
1989 deshalb weil die umgebauten CX (die einzigen bei Nilsson gestretchten CX...) gut 3 Jahre beim schwedischen Zoll festhingen und erst Anfang 1989 in die DDR ausgeliefert wurden.
Schon in den späten 1970ern hatte die DDR Führung bei den Dienstwagen von den russischen GAZ 13 Tschaikas zu verlängerten Volvo 264 TE gewechselt.
Waren die 264 noch von Bertone in Italien gestretcht, kamen die Nachfolger, Volvo 760 GLE 2.7 V6 Automatik, im Jahr 1982 von Nilsson in Schweden.
Bertone hatte die Produktion gestretchter Volvos eingestellt, baute aber .B. noch die 780er Coupes für die Schweden.
Citroen hatte Mitte 1978 Erich Honecker und Günter Mittag je einen CX Prestige geschenkt, kurz vor der Vertragsunterzeichnung über den Bau einer Gelenkwellenfabrik in Mosel bei Zwickau - die noch heute dort existiert, neben dem VW Werk (GKN Driveline).
Und man war in der DDR Führung vom Komfort der hydropneumatischen Citroens begeistert, was kein Wunder war gegen die starrachsigen Volvo 264 TE.
So wurden 1985 zwei gestretchte CX bei Nilsson in Auftrag gegeben.
PS: Was ich nie rausgefunden habe: Warum man die verlängerten CX nicht direkt in Frankreich gekauft hat



Gut, den Citroen Haus- und Hof Karosseriebauer für so was, Chapron, gab es seit 1985 nicht mehr.
Aber Citroen hat genug Firmen an der Hand die das - bis heute - machen. Im französischen Staatsfuhrpark befanden sich mehr wie ein Dutzend gestretchte CX...

Das Modell ist von Makette aus deren Collecit Reihe.
Begleitfahrzeuge sind ein GAZ Wolga M24 (Herpa) und zwei Lada 1600 der Volkspolizei von Busch.
Der vordere als Führungsfahrzeug mit roter Haube über der rechten Ruhla RKL und der hintere als Schlussfahrzeug mit grüner Haube.

Das "Führungsfahrzeug":

Das "Schlussfahrzeug":

In der StVO der DDR von 1977 wurden das rote und das grüne Rundumkennlicht für Führungs- und Schlussfahrzeuge von Kolonnen eingeführt.
Mal sehen ob Busch auch noch das passende "Protokollfahrzeug" bringt: Das Foto was ich davon habe ist ganz passend ein Lada 1600, simpel dunkelblau mit dem Blaulichtträger, aber mit zwei WEISSEN Rundumkennleuchten. Diese hatten in der StVO keine Bedeutung, galten nur für die Sicherheitskräfte entlang der Strecke bei einer Kolonne wie oben als Zeichen für den Beginn der höchsten Sicherheit.
Um sowas als Kolonne richtig da zu stellen fehlen (mal wieder logisch, gelle 8| ) eigentlich ganz simple Wagentypen: Volvo 264 (nur ein altes Wiking Modell) und dessen Kombi 265 sowie deren Nachfolger 760 als Limousine und Kombi. Auch die "normalen" werkseitig verlängerten CX Prestige gibt es bis dato nicht in H0, letzteres ist aber in Aussicht bei Makette.
Ein langer Nilsson-Volvo 760, wie auch der in der DDR verwendete 6-türige 265 und 760 sind eh ein absoluter Wunschtraum...
PS: Ein ziemlich witziger Film mit einigen ungewohnten Einblicken in die DDR.
Dreh- und Angelpunkt ist ein Hochspannungsmonteur der für seine sechsköpfige Famile, der Trabant ist zu klein, an einen Tschaika zum Schrottpreis kommt...
Einfach Blumen aufs Dach