Deportation! - Die Eisenbahn in Deutschlands "dunkelstem Kapitel"
Verfasst: Do 27. Feb 2025, 23:00
Da es hier im Eisenbahnforum Region Mittelrhein anders als bei Drehscheibe online (DSO) keinen einzigen Beitrag zu dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte gibt, zu was die Eisenbahn jemals missbraucht wurde, und sich der "Tag der Befreiung" des Konzentrationslagers Auschwitz vor einem Monat auf den Tag genau zum 80. Mal jährte, melde ich mich mit folgendem Beitrag zu Wort:
Die massenweise Deportation der Juden, Behinderten, Andersdenkenden sowie Regimegegner in die Vernichtungs- und Todeslager
, ist für die Eisenbahn
unseres Landes so belastend wie jeder Buchstabe, den man nur braucht um das Wort Deutsch(land) zu bilden!!! Oder anders ausgedrückt, schwärzer als jede Lokomotive, jedes Stück Kohle und Ruß sowie Eisenbahneruniform aus dieser Zeit zusammen!!!
Altbundespräsident Joachim Gauck nannte Auschwitz einmal den "furchtbarsten Namen, den die Geschichte Deutschlands kennt".
Und, nicht zu vergessen, die Geschichte der Welt natürlich! Und in einer Rede folgte der (etwaige) Wortlaut, dass "Auschwitz das schrecklichste Beispiel dafür ist, was Menschen Menschen antun können".
Was vielleicht nur die wenigsten wissen, dass es unter dem Lokführerpersonal welche gegeben haben soll, die ganz genau GEWUSST haben, was den Menschen in den Viehgüterwagen drohte und an der ein oder anderen Stelle auf der Strecke langsamer gefahren sind um diesen Gelegenheit zu geben, abzuspringen, was für manche DIE Rettung bedeutet hat! Auch hier rüber ist entsprechende Literatur verfasst worden:
Rudolf Vrba
"Lokführer der Todeszüge"
Entsprechend dazu fällt mir der Schauspieler Michael Degen ein, dessen Autobiographie "Nicht alle waren Mörder"
ich gelesen habe. Das Buch wurde ebenso unter dem gleichnamigen Titel verfilmt. 
Darin schreibt er von einem Jugendfreund, der bei dem Fund eines Granatsplitters stirbt. Dessen Vater allerdings ist einer DIESER Lokführer, der in einer Szene weinend davon spricht, dass "das die Strafe ist", weil er seine Leute "nach Polen gefahren hat".
So "rollten Räder" gemäß dem gleichnamigen Spruch nicht bloß "für den Sieg", sondern weit davor schon "für den Tod". 🎚
Ein vielleicht ganz kranker und unglaublicher Gedanke ...
Jeder von Ihnen hat im Zusammenhang mit dem Krieg höchstwahrscheinlich auch schon einmal die Begriffe Vertreibung und Ostgebiete gehört, eben jene tragischen Ereignisse, die Deutsche durch die "deutsche Schuld" erleiden mussten und deren traumatische Erlebnisse durch die transgenerationale Weitergabe an die Nachfahren weitergegeben wurden, wie andere Erlebnisse des Krieges ebenso. Die Menschen, welche durch die Verbrechen von "Deutschlands dunkelstem Kapitel" von jetzt auf gleich nicht nur Haus und Hof, sondern ebenso ihre Heimat verloren hatten, galten als "Treibgut des Krieges".
Einer der beiden Großväter meinerseits war nicht nur Vertriebener, sondern eben auch noch bei der Bundesbahn als Rangiermeister im Güterverkehr angestellt. Seine Zuständigkeit war der Ablaufbetrieb, durch welchen die Züge liefen, einzeln oder zu mehreren sich in die Gleise verteilten um dann zu neuen Zügen gebildet zu werden. Und dieser Stelle kommt der vielleicht nicht mehr zu begreifende Gedanke:
Man stelle ich nur einmal vor, wenn man einen kompletten Zug zerlegt und unter diesem sich einer mit Menschen befindet! Das Gleis, in welcher dieser dann abläuft, ist doch dann ein buchstäbliches VERNICHTUNGSgleis!
Eine für mich persönlich seltsame Art von Zufällen.
Sagen Sie doch mal Ihre Meinung zu solch einem vielleicht nicht zu erklärenden Gedanken...
Die massenweise Deportation der Juden, Behinderten, Andersdenkenden sowie Regimegegner in die Vernichtungs- und Todeslager
Altbundespräsident Joachim Gauck nannte Auschwitz einmal den "furchtbarsten Namen, den die Geschichte Deutschlands kennt".
Was vielleicht nur die wenigsten wissen, dass es unter dem Lokführerpersonal welche gegeben haben soll, die ganz genau GEWUSST haben, was den Menschen in den Viehgüterwagen drohte und an der ein oder anderen Stelle auf der Strecke langsamer gefahren sind um diesen Gelegenheit zu geben, abzuspringen, was für manche DIE Rettung bedeutet hat! Auch hier rüber ist entsprechende Literatur verfasst worden:
Rudolf Vrba
"Lokführer der Todeszüge"
Entsprechend dazu fällt mir der Schauspieler Michael Degen ein, dessen Autobiographie "Nicht alle waren Mörder"
So "rollten Räder" gemäß dem gleichnamigen Spruch nicht bloß "für den Sieg", sondern weit davor schon "für den Tod". 🎚
Ein vielleicht ganz kranker und unglaublicher Gedanke ...
Jeder von Ihnen hat im Zusammenhang mit dem Krieg höchstwahrscheinlich auch schon einmal die Begriffe Vertreibung und Ostgebiete gehört, eben jene tragischen Ereignisse, die Deutsche durch die "deutsche Schuld" erleiden mussten und deren traumatische Erlebnisse durch die transgenerationale Weitergabe an die Nachfahren weitergegeben wurden, wie andere Erlebnisse des Krieges ebenso. Die Menschen, welche durch die Verbrechen von "Deutschlands dunkelstem Kapitel" von jetzt auf gleich nicht nur Haus und Hof, sondern ebenso ihre Heimat verloren hatten, galten als "Treibgut des Krieges".
Einer der beiden Großväter meinerseits war nicht nur Vertriebener, sondern eben auch noch bei der Bundesbahn als Rangiermeister im Güterverkehr angestellt. Seine Zuständigkeit war der Ablaufbetrieb, durch welchen die Züge liefen, einzeln oder zu mehreren sich in die Gleise verteilten um dann zu neuen Zügen gebildet zu werden. Und dieser Stelle kommt der vielleicht nicht mehr zu begreifende Gedanke:
Man stelle ich nur einmal vor, wenn man einen kompletten Zug zerlegt und unter diesem sich einer mit Menschen befindet! Das Gleis, in welcher dieser dann abläuft, ist doch dann ein buchstäbliches VERNICHTUNGSgleis!
Eine für mich persönlich seltsame Art von Zufällen.
Sagen Sie doch mal Ihre Meinung zu solch einem vielleicht nicht zu erklärenden Gedanken...