So ganz sicher war man sich anscheinend nicht, ob die Betriebsaufnahme klappt, denn die
PM aus Frankfurt/M und Düsseldorf gingen am Di. 13. Aug. 2024 erst um 10:15 Uhr online:
Bauarbeiten pünktlich beendet: Reisende fahren zwischen Köln und
Frankfurt wieder über die erneuerte Schnellfahrstrecke
Schnellfahrstrecke Köln – Frankfurt wieder pünktlich am Netz • neue Schienen auf 70 Kilometern
und 13 neue Weichen machen Infrastruktur fit für die Zukunft • Investition von 50 Millionen Euro
Die DB hat mit einem umfangreichen Baupensum die SFS Köln–Rhein/Main für eine starke Schiene
erneuert. Die Arbeiten, für die die DB rund 50 Mio. Euro investiert hat, wurden pünktlich abgeschlos-
sen. Seit dem frühen Morgen rollt der Zugverkehr wieder. Die Fahrgäste können sich auf die gewohn-
ten kurzen Fahrtzeiten zwischen Köln und Frankfurt freuen. Mit täglich 120 ICE-Zügen ist die 180 Kilo-
meter lange Strecke eine der wichtigsten Achsen im ICE-Netz. Fernverkehrszüge, die normalerweise
über die Schnellfahrstrecke fahren, wurden während der Streckensperrung über das Rheintal umgelei-
tet. Die Züge können nun zwischen Köln und Frankfurt am Main wieder die Bahnhöfe Siegburg/Bonn,
Montabaur, Limburg Süd anfahren. Die DB dankt allen Kund:innen für ihre Geduld während der Bau-
arbeiten.
Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Die Schnellfahrstrecke zwischen Köln und
Frankfurt am Main ist das Sinnbild einer starken Schiene in Deutschland. Mit der Tempo-300-Strecke
ist die klimafreundliche Bahn auf dieser wichtigen Verbindung seit mehr als 20 Jahren das mit Abstand
schnellste und attraktivste Verkehrsmittel. Darauf können unsere Fahrgäste weiterhin zählen. Denn wir
haben die Strecke in den vergangenen vier Wochen saniert und damit für die kommenden Jahre robust
gemacht. Wir sind pünktlich fertig - eine starke Leistung unserer DB-Teams und aller beteiligten Partner.“

Schweissarbeiten im Oberhaider Tunnel
. - . - . - .- . Foto: DB AG/ Pressestelle
Seit dem 16. Juli hat die DB die Schienen auf einem 70 km langen Abschnitt gewechselt und 13 Weichen
erneuert, um die Strecke robust und leistungsfähig zu halten. Während der vierwöchigen Sperrung hat
die DB Großmaschinen und Spezialtechnik auf dem Streckenabschnitt zwischen Siegburg/Bonn und Frank-
furt/M. Stadion eingesetzt, um möglichst effizient und zeitsparend arbeiten zu können. Über 122 Kilo-
meter neue Schienen mit einem Gesamtgewicht von etwa 7.300 Tonnen Stahl haben die Bautrupps aus-
gewechselt. Die alten Schienen werden dem Materialkreislauf als Recyclingausgangsstoff zugeführt.
Die Topografie der Strecke mit ihren Senken, Steigungen und zahlreichen Tunneln hat die Planungsteams
gefordert. Beispielsweise waren bis zu vier Diesellokomotiven nötig, um den rund 200 Meter langen Schie-
nenwechselzug, beladen mit bis zu 40 rund 120 Meter langen Schienen,
hangaufwärts zu ziehen.
Die Erneuerung der 13 Weichen in der sog. festen Fahrbahn war besonders herausfordernd. Im Gegensatz
zum herkömmlichen Schotteroberbau liegen auf der Schnellfahrstrecke Köln– Rhein/Main die Weichen- und
Gleisschienen überwiegend nicht auf einzeln im Schotterbett verlegten Schwellen auf, sondern auf Schien-
enstützpunkten auf einer durchgehenden Betonplatte.
Die DB nutzte diese Streckensperrung auch, um eine Vielzahl kleinere Maßnahmen der Instandhaltung und
Wartung durchzuführen. Am Wochenende fanden erforderliche Probe- und Messfahrten statt, bevor die
Strecke für den Bahnverkehr wieder freigegeben werden konnte.
https://www.deutschebahn.com/de/presse/ ... e-13008096
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