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Tag 5 nach dem verheerenden Unwetter in Teilen von NRW (mB)

Verfasst: So 15. Jun 2014, 03:05
von Bernd Bastisch
14.06.2014 Teilstück der S6 des VRR - Düsseldorf - Ratingen Ost - Kettwig - Essen ist noch gesperrt


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Zustand zwischen Hösel und Ratingen Ost

Gruss Bernd

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Re: Tag 5 nach dem verheerenden Unwetter in Teilen von NRW (mB)

Verfasst: So 15. Jun 2014, 06:46
von Dieselpower
Ich weiß zwar, daß die Schäden ganz beträchtlich waren, und z.T. schlimmer als bei Kyrill, und auch, daß dieser Abschnitt der S6 (vorsichtig gesagt) nicht zu den zugänglichsten gehört, aber 5 Tage danach noch immer nix...das finde ich doch schon etwas befremdlich. Wenn man sich mal dagegen die Intensität und Dauer der Folgen der Schneekatastrophe in Norddeutschland von 1978/79 ansieht...

Re: Tag 5 nach dem verheerenden Unwetter in Teilen von NRW (mB)

Verfasst: Di 17. Jun 2014, 17:26
von HeizerALF
In vielen Dingen kann man die DB AG bestimmt nicht verstehen, aber in diesem Fall ist es wirklich katastrophal und nachvollziehbar! Ich war selbst als Führer einer Feuerwehrbereitschaft (52 Fahrzeuge und 210 Mann) letzte Woche in Düsseldorf und Essen im Einsatz und habe Dinge gesehen, die ich so nach einem Gewitter noch nie gesehen habe! Durch die entwurzelten Bäume müssen ganze Parklandschaften, z. B. in Düsseldorf, neu angelegt werden. Das Landschaftsbild wird sich im Ruhrgebiet dauerhaft in den betroffenen Städten und Landkreisen verändern. Man rechnet damit, dass mindestens jeder 3. Baum nicht mehr standsicher ist und gefällt werden muss. Die Höhe der materiellen Schäden kann derzeit überhaupt noch nicht abgeschätzt werden.
Heute, 8 Tgae nach dem verherenden Unwetter, kam noch ein Hilfeersuchen einer Stadt aus dem Ruhrgebiet zu uns mit folgendem Wortlaut:
„die Stadt XXXX an der Ruhr ist vom Sturm von Pfingstmontag mit am schwersten betroffen. Wir haben derzeit fast 1.700 Einsätze von denen fast 350 noch nicht abgearbeitet werden konnten. Jeden Tag kommen weitere hinzu. Wir sind bei der Abarbeitung dieser außergewöhnlichen Gefahrenlage auch weiterhin auf die Unterstützung aus anderen Gebietskörperschaften angewiesen. Die offenen Einsätze können überwiegend nur mit Hilfe von Drehleitern / Hubarbeitsbühnen abgearbeitet werden. Wir gehen davon aus, dass auch diese komplette Woche noch für die Bewältigung der Gefahrenlage benötigt wird.
Ich bitte um Prüfung / Mitteilung, ob Sie in der Zeit von Mittwoch, dem 18.06. bis Samstag, den 21.06.2014 für den gesamten Zeitraum oder auch für einzelne Tage Drehleitern/Gelenkmasten/Hubarbeitsbühnen inklusive Bedienpersonal zur Verfügung stellen könnten. Sofern möglich, zusätzlich zur Drehleiter auch ein "Unterstützungsfahrzeug" (HLF/LF/RW/MTF) mit 2-4 Einsatzkräften. Sofern Sie keine Drehleiter stellen können, dafür aber ein Unterstützungsfahrzeug, bitte ich ebenfalls um Mitteilung.“

Dort gibt es nach wie vor Strassen, die nicht befahren werden können, da abgebrochne Äste in den Baumwipfeln hängen und abzustürzen drohen!
Ich habe Straßenbahnen und Züge gesehen, die von umgestürzten Wäldern umgeben waren; Oberleitungen, die auf etliche Kilometer heruntergerissen sind. Diese Schäden werden noch Wochen brauchen, bis sie behoben sind. In diesem Fall muss man daher Verständnis für die Bahn haben. Selbst in einer so hoch technisierten Welt, sind solche Unwetter nicht im Handumdrehen abgearbeitet!