Hallo Frank, Hallo Forianer,
vielleicht muss man das geschriebene Wort von Peter Stumm ein wenig relativieren. Heute ist es natürlich deutlich schwieriger bis schier unmöglich, in einem Betriebshof mal kurz eine Lok fotogünstig in Position gestellt zu bekommen. Das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass die Lokführer früher viel hilfsbereiter und freundlicher waren als heute.
In KoMo beispielsweise ging das damals insofern etwas unkomplizierter, da ja tagsüber ein Lokführer in Bereitschaft stand, der zur Abwechselung zu solchen "Taten" bereit war. Auch in KoMo ging das grundsätzlich nicht immer, allerdings war die Chance an einem Wochenende größer. Da durfte meinereiner auch schon mal mit zur Tränke und zurück fahren. Nur Chefe durfte nicht auf dem Gelände sein.

Begünstigt wurde das ganze ja auch durch die Strahlengleise rund um die Drehscheibe, da passten nun nicht allzu viele Loks gleichzeitig hin, bzw. mussten ja auch schnell wieder raus.
Heutzutage hat sich das durch die Inflation der Eisenbahnfreaks, die in "Heerscharen" aufkreuzen und durch das Internet, wo genau diese Spezies tagaktuell ihre Ausbeute präsentieren müssen, doch sehr stark gewandelt, da die Lokführer, die einem derart behilflich sind, damit rechnen müssen, berufliche Nachteile zu bekommen. Hätten wir damals die gleichen Kommunikationsmöglichkeiten gehabt wie heute, wäre das sicherlich auch nicht so lange gut gegangen. Dazu kommt, Wenn heute 5 bis 6 Loks Puffer an Puffer in der Abstellung stehen, wird sich sicherlich niemand dazu durchringen, eine Lok aus dem Pulk zum Fotografieren frei zu fahren.
Im übrigen gab es schon 1973/74 in der Hochburg Rottweil Probleme beim Betreten des Bahnbetriebswerkes. Ich bin dort an einem Tag gleich 2 mal rausgeflogen, bis der örtliche Schottersheriff dann endlich Feierabend hatte und ich dann doch mal an die etwas interessanteren Stellen kam, nachdem ich das "Pflichtprogramm" mit Aufpasser schon absolviert hatte.
Herzliche Grüße, verbunden mit dem besten Dank an Peter für seinen Bericht