Doku II (Elstertalbahn ; Weischlitz - Gera)
Verfasst: Mo 2. Nov 2009, 19:22
Nach meiner ersten „Doku“, Anfang des Jahres, als ich mich der Strecke Schönberg – Hirschberg (Saale) beschäftigte, folgt nun die zweite. Im Rahmen eines dreitägigen Aufenthalts bei meinen Großeltern im oberfränkischen Hof besuchte ich die Elstertalbahn, die das sächsische Weischlitz mit der 100.000-Einwohner Stadt Gera in Thüringen verbindet.
Es ist kurz nach 11 Uhr an einem sonnigen Herbsttag im Oktober des Jahres. Ich befinde mich in Weischlitz, einer 3.500-Seelengemeinde unweit der Landesgrenze Sachsens zu Bayern. Vor 20 Jahren fiel nicht weit entfernt die Mauer und plötzlich ging es in Weischlitz auch für den Nahverkehr weiter. Die Deutsche Bundesbahn fuhr hier seitdem bis 2003, als die Vogtlandbahn die Strecke übernahm.
Vogtlandbahn 12954 fährt aus Cheb (deutsch: Eger) in Tschechien kommend in den Weischlitzer Bahnhof ein. Der Zug wird kurz darauf über den Plauener Oberen Bahnhof, Jocketa und Reichenbach(Vogtland) nach Zwickau fahren. Dabei wird er die Elstertalbrücke überfahren, welche wir im weiteren Verlauf noch „durchfahren“.
Schon vor der Einfahrt der Vogtlandbahn wird im Weischlitzer Bahnhof rangiert.
Blick in Richtung des Bahnhofes. Während auf Gleis 2 die Vogtlandbahn nach Zwickau auf einen Gegenzug wartet, rangiert eine Diesellokomotive der Baureihe 294. Rechts ist noch ein wenig das Bahnhofsgebäude zu sehen. Rechts daneben (nicht im Bild) wartet eine weitere Vogtlandbahn mit Fahrtziel „Gera Hbf“. Dieser Zug wird das romantische Tal der weißen Elster durchfahren und nach etwa 1 ¼ Stunden Gera erreichen.
Nachdem ich die beiden Bilder geschossen habe, begebe ich mich zu Gleis 1 um einen guten Sitzplatz zu bekommen. Der Zug ist überraschend gut besetzt, doch dauert es noch eine Weile bis er losfährt. Am Automaten im Zug kaufe ich ein Ticket, denn einen Automaten am Bahnhof in Weischlitz gibt es heute nicht mehr. 7,00 Euro kostet das „Elstertalbahnticket“, das zu beliebig vielen Fahrten zwischen Weischlitz und Gera berechtigt. Eigentlich ganz preiswert denke ich, während der Zug langsam seine Fahrt aufnimmt und mir eine Computerstimme eine „gute Reise mit der Vogtlandbahn“ wünscht. Nach Bedarfshalten in Kürbitz und Plauen-Zellwolle erreicht der Zug den Bahnhof Plauen(Vogtland) unterer Bahnhof. Der heutige Haltepunkt – der Bahnhof ist seit einigen Jahren geschlossen – wird ab 2010 nicht mehr angefahren, bis dahin soll ein neuer, 1,7 Kilometer entfernter, Haltepunkt mit dem Namen „Mitte“ entstanden sein. Nach Fortsetzung der Fahrt durchfährt die Vogtlandbahn den ehemaligen Plauener Haltepunkt „Chrieschwitz“, quert zwei mal die Weiße Elster und anschließend den 200 Meter langen Tunnel „Bartmühle“. Schon dann ist aus dem Zugfenster die Elstertalbrücke zu sehen.
12.323.000 Ziegel wurden hier verbaut! Die Elstertalbrücke, eine wichtige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke, welche die Sachsen-Magistrale (auf der Brücke) Nürnberg – Leipzig verbindet.
Auf der Brücke befinden sich zwei Bahngleise der Franken-Sachsen-Magistrale, sowie etwas unterhalb ein Fußgängerüberweg.
Weitere Daten zur Brücke.
Hier durchfährt unser Zug schließlich die Elstertalbrücke.
Nach Durchqueren der Brücke wird die Strecke kurz zweigleisig. Und zwar bis zum Haltepunkt Bartmühle. Hier kommt der Gegenzug aus Gera nach Weischlitz.
Vogtlandbahn nach Weischlitz im kurzen zweigleisigen Abschnitt.
Blick zurück in Richtung Elstertalbrücke.
Kurz darauf erreicht unser Zug den Haltepunkt Bartmühle. Hier mitten im „Nichts“ gibt es eine beheizte Bahnhofshalle und zwei Bahnsteige. Besetzt ist der Bahnhof außerdem. Für Wanderer, die in der benachbarten Bartmühle speisen können, bietet sich hier die Gelegenheit Teilstücke ihrer Wanderung durch das romantische Tal der weißen Elster mit der Bahn anzutreten.
Das Bahnhofsgebäude Bartmühle.
Im weiteren Fahrtverlauf in Richtung Gera quert die Bahn zehn Mal die malerisch fließende weiße Elster um 15 Minuten später das 23.000-Einwohner Örtchen Greiz zu erreichen. Hier sieht man an einigen Stellen noch die Überbleibsel der DDR, die Innenstadt ist allerdings sehr schön anzuschauen. Das obere und das untere Schloss überragen allerdings den Ort, der bereits in Thürigen gelegen ist.
Neben einem schönen Bahnhofsgebäude gibt es hier auch noch Flügelsignale zu sehen. Das Angebot für Pendler mit dem Zug ins Oberzentrum Gera zu fahren wird von Berufstätigen rege angenommen.
Danach führt die Bahnstrecke nach Wünschendorf. Ab dort ist das Tal der Elster nicht mehr so eng und die Strecke verliert somit ihren landschaftlichen Reiz. Von Wünschendorf aus fährt die Vogtlandbahn noch circa 20 Minuten um den Zielort Gera Hauptbahnhof zu erreichen.
Der Hauptbahnhof Gera von „Außen.“
Das Gleisfeld des Gerarer Bahnhofes.
Das wars von mir, mit der Strecke Weischlitz – Gera. Ich hoffe die Dokumentation hat ein wenig gefallen.
Es ist kurz nach 11 Uhr an einem sonnigen Herbsttag im Oktober des Jahres. Ich befinde mich in Weischlitz, einer 3.500-Seelengemeinde unweit der Landesgrenze Sachsens zu Bayern. Vor 20 Jahren fiel nicht weit entfernt die Mauer und plötzlich ging es in Weischlitz auch für den Nahverkehr weiter. Die Deutsche Bundesbahn fuhr hier seitdem bis 2003, als die Vogtlandbahn die Strecke übernahm.
Vogtlandbahn 12954 fährt aus Cheb (deutsch: Eger) in Tschechien kommend in den Weischlitzer Bahnhof ein. Der Zug wird kurz darauf über den Plauener Oberen Bahnhof, Jocketa und Reichenbach(Vogtland) nach Zwickau fahren. Dabei wird er die Elstertalbrücke überfahren, welche wir im weiteren Verlauf noch „durchfahren“.
Schon vor der Einfahrt der Vogtlandbahn wird im Weischlitzer Bahnhof rangiert.
Blick in Richtung des Bahnhofes. Während auf Gleis 2 die Vogtlandbahn nach Zwickau auf einen Gegenzug wartet, rangiert eine Diesellokomotive der Baureihe 294. Rechts ist noch ein wenig das Bahnhofsgebäude zu sehen. Rechts daneben (nicht im Bild) wartet eine weitere Vogtlandbahn mit Fahrtziel „Gera Hbf“. Dieser Zug wird das romantische Tal der weißen Elster durchfahren und nach etwa 1 ¼ Stunden Gera erreichen.
Nachdem ich die beiden Bilder geschossen habe, begebe ich mich zu Gleis 1 um einen guten Sitzplatz zu bekommen. Der Zug ist überraschend gut besetzt, doch dauert es noch eine Weile bis er losfährt. Am Automaten im Zug kaufe ich ein Ticket, denn einen Automaten am Bahnhof in Weischlitz gibt es heute nicht mehr. 7,00 Euro kostet das „Elstertalbahnticket“, das zu beliebig vielen Fahrten zwischen Weischlitz und Gera berechtigt. Eigentlich ganz preiswert denke ich, während der Zug langsam seine Fahrt aufnimmt und mir eine Computerstimme eine „gute Reise mit der Vogtlandbahn“ wünscht. Nach Bedarfshalten in Kürbitz und Plauen-Zellwolle erreicht der Zug den Bahnhof Plauen(Vogtland) unterer Bahnhof. Der heutige Haltepunkt – der Bahnhof ist seit einigen Jahren geschlossen – wird ab 2010 nicht mehr angefahren, bis dahin soll ein neuer, 1,7 Kilometer entfernter, Haltepunkt mit dem Namen „Mitte“ entstanden sein. Nach Fortsetzung der Fahrt durchfährt die Vogtlandbahn den ehemaligen Plauener Haltepunkt „Chrieschwitz“, quert zwei mal die Weiße Elster und anschließend den 200 Meter langen Tunnel „Bartmühle“. Schon dann ist aus dem Zugfenster die Elstertalbrücke zu sehen.
12.323.000 Ziegel wurden hier verbaut! Die Elstertalbrücke, eine wichtige Eisenbahn- und Fußgängerbrücke, welche die Sachsen-Magistrale (auf der Brücke) Nürnberg – Leipzig verbindet.
Auf der Brücke befinden sich zwei Bahngleise der Franken-Sachsen-Magistrale, sowie etwas unterhalb ein Fußgängerüberweg.
Weitere Daten zur Brücke.
Hier durchfährt unser Zug schließlich die Elstertalbrücke.
Nach Durchqueren der Brücke wird die Strecke kurz zweigleisig. Und zwar bis zum Haltepunkt Bartmühle. Hier kommt der Gegenzug aus Gera nach Weischlitz.
Vogtlandbahn nach Weischlitz im kurzen zweigleisigen Abschnitt.
Blick zurück in Richtung Elstertalbrücke.
Kurz darauf erreicht unser Zug den Haltepunkt Bartmühle. Hier mitten im „Nichts“ gibt es eine beheizte Bahnhofshalle und zwei Bahnsteige. Besetzt ist der Bahnhof außerdem. Für Wanderer, die in der benachbarten Bartmühle speisen können, bietet sich hier die Gelegenheit Teilstücke ihrer Wanderung durch das romantische Tal der weißen Elster mit der Bahn anzutreten.
Das Bahnhofsgebäude Bartmühle.
Im weiteren Fahrtverlauf in Richtung Gera quert die Bahn zehn Mal die malerisch fließende weiße Elster um 15 Minuten später das 23.000-Einwohner Örtchen Greiz zu erreichen. Hier sieht man an einigen Stellen noch die Überbleibsel der DDR, die Innenstadt ist allerdings sehr schön anzuschauen. Das obere und das untere Schloss überragen allerdings den Ort, der bereits in Thürigen gelegen ist.
Neben einem schönen Bahnhofsgebäude gibt es hier auch noch Flügelsignale zu sehen. Das Angebot für Pendler mit dem Zug ins Oberzentrum Gera zu fahren wird von Berufstätigen rege angenommen.
Danach führt die Bahnstrecke nach Wünschendorf. Ab dort ist das Tal der Elster nicht mehr so eng und die Strecke verliert somit ihren landschaftlichen Reiz. Von Wünschendorf aus fährt die Vogtlandbahn noch circa 20 Minuten um den Zielort Gera Hauptbahnhof zu erreichen.
Der Hauptbahnhof Gera von „Außen.“
Das Gleisfeld des Gerarer Bahnhofes.
Das wars von mir, mit der Strecke Weischlitz – Gera. Ich hoffe die Dokumentation hat ein wenig gefallen.