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[ZÖPNV-Süd] Aktuelles zur Zellertalbahn (03.03.2026)

Verfasst: Mi 4. Mär 2026, 17:12
von eta176
In der 77. VBVS des ZÖPNV-Süd am 3.3.2026 gab es unter TOP 4.1 folgende Infos:

Sachstand Bahnstrecke (Kaiserslautern-) Langmeil – Marnheim - Monsheim (-Worms)
Ausgangslage
Die Zellertalbahn wurde nach der Stilllegung des PV im Jahr 1983, bzw. des GV Mitte
der 1990er Jahre im Mai 2001 für einen saisonalen Zugverkehr an Sonn- und Feiertagen
reaktiviert. Aufgrund von Oberbaumängeln musste die Zellertalbahn jedoch im Jahr
2017 gesperrt werden. Das Land RLP hat für die Ertüchtigung der Strecke im Jahr 2020
eine Förderung in Höhe von ca. 6,7 Mio. Euro bewilligt. Hiervon ist ein Teil bereits ver-
ausgabt. Hinzu kommen noch Kosten für das Auswechseln von Schienen und Schwellen.
Diese Baumaßnahmen sollen schnellstmöglich umgesetzt werden, so dass dann der
saisonale touristische Zugverkehr in diesem Jahr wiederaufgenommen werden kann.


Weitere Schritte
Neben dem saisonalen touristischen Verkehr ist die Aufnahme von Güterverkehren -
- vsl. ab dem Jahr 2028 - vorgesehen. Hierfür – und für eine potentielle „SPNV-Voll-
reaktivierung“ - sofern hierfür die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen - sind
vorrangig zwei Maßnahmen erforderlich:

Technische Sicherung der Bahnübergänge
Die Zellertalbahn hat zwischen Monsheim und Langmeil elf BÜ. Diese sind aktuell in
den meisten Fällen nicht techn. gesichert, bzw. die wenigen vorhandenen Schranken-
anlagen entsprechen in keiner Weise mehr dem aktuellen Stand der Technik. Vor die-
sem Hintergrund wird seitens des Donnersbergkreises für die meisten der BÜ-Siiche-
rungsanlagen eine Planung für eine techn. Sicherung erstellt, die beim Landesbetrieb
Mobilität (LBM RLP) eingereicht wird, um dort ein Planfeststellungsverfahren zur Schaf-
fung des Baurechts durchführen zu können. [ :?: Zeitdauer weitere fünf Jahre :?: ]

Vorbereitung eines Förderantrages gemäß den Regularien des GVFG des Bundes
Mit der bisherigen Landesförderung ist eine sehr gute Basis dafür geschaffen worden,
die Wiederaufnahme des saisonalen touristischen Angebots zu ermöglichen. Gleichzeitig
bietet das Investitionsvorhaben der Firma Dyckerhoff eine weitere Säule für einen wirt-
schaftlicheren Betrieb der Strecke. Wenn von Seiten des Landes die Entscheidung für eine
Reaktivierung der Zellertalbahn im täglichen SPNV fallen sollte, sollte es das Ziel sein, das
Angebot so auszuweiten, damit es in den Rheinland-Pfalz-Takt integriert werden kann.
Angesichts eines positiven NKU-Ergebnisses, das sich unter Einberechnung der Effekte aus
dem Güterverkehr noch positiver entwickeln kann, ist die Reaktivierung der direkten Bahn-
verbindung zwischen Kaiserslautern und Worms durch das Zellertal für den täglichen Zug-
verkehr - unter dem Vorbehalt für diesen Zweck vorhandener Haushaltsmittel - anzustreben.
Daher werden für alle in RLP betrachteten möglichen Reaktivierungsstrecken, deren
indikative NKU positiv ausfällt, die ersten Planungsleistungen beauftragt (Lph 1+2 HOAI).

BESCHLUSSVORSCHLAG
1. Die VBVS nimmt den aktuellen Bericht zur Zellertalbahn zur Kenntnis.
2. Die Kosten bis zur Wiederinbetriebnahme der Zellertalbahn für den saisonalen Zugverkehr
sowie für die techn. Sicherung der BÜ in den kommenden Jahren können auf die Trassenpreise
zur Refinanzierung für den Donnersbergkreis (EIU der Zellertalbahn) im Rahmen der verfügba-
ren Haushaltsmittel umgelegt werden.
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Erstaunlich finde ich, dass in diesem Bericht keinerlei Aussage zu einem Umleitungsverkehr
während der Generalsanierung der Verbindung Ludwigshafen - Neustadt/W - Kaiserslautern -
Saarbrücken gemacht wird, was beim ZÖPNV-Süd zuvor durchaus ein Thema war.
Wenig ambitioniert ist auch die häufige Verwendung von "könnte", "sofern die Finanzen", usw.
:roll:
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