Heute trage ich mal etwas ganz Aktuelles zu diesem Thread bei, denn auf der Ohmtalbahn war gestern nicht nur "Ganzzugverkehr", also "einmal Schotterwerk und zurück", sondern es war eine richtige Übergabe.
Nach einem vormittäglichen Termin in Marburg fahre ich noch nach Kirchhain, mal gucken, ob etwas unterwegs ist. Genau zeitgleich mit meiner Ankunft dort kommt auch 294 620 mit einer Leine Leerwagen aus Stadtallendorf an. Die kurze Frage an den Rangierer ergibt, dass es nachdem Umfahren sofort weitergehen wird. Also sofort ab nach Rüdigheim und dort kommt die Fuhre mit Amöneburg im Hintergrund ein erstes Mal auf die Speicherkarte.
Auffällig: Der Ea-Wagen direkt hinter der Lok, auf der Strecke eher ungewöhnlich.
Direkt hinterher und 10 Minuten später entsteht am Werksanschluss MHI bei der Ankunft des Zuges das nächste Bild. Und am Ende des Zuges ist noch ein zweiter Ea!
Anschließend zieht der Zug vor. Der Ea vom Zugschluss wird im Streckengleis stehengelassen, den Rest der Fuhre drückt 294 620 in den Werksanschluss.
Die Schottertüten werden unter dem Verladebunker für die Beladung am nächsten Morgen abgestellt, mit dem Ea von der Zugspitze geht es wieder Richtung Streckengleis.
Im Streckengleis erfolgt dann die Vereinigung der beiden Ea und als geschobene Fahrt geht es dann die wenigen Meter hinunter nach Nieder-Ofleiden.
Angekommen in Nieder-Ofleiden stellt 294 620 die beiden Ea im Anschlussgleis des Logistikzentrums der Gießerei Winter zu, in dem ich bisher meist nur Wagen mit Koks in Black-Box-Containern gesehen habe. Möglicherweise werden in die Ea metallische Abfälle aus der Produktion verladen, aber warum gehen die Wagen in diesem Fall nicht direkt ins Werk nach Stadtallendorf? Platzmangel?
Zwei Wagen bereitstellen geht schnell, am längsten sind die beiden Rangierer mit dem Öffnen und Schließen des Bauzaunes als "Tor" des Anschlussgleises beschäftigt.
Mit zwei Mann war diese Bedienfahrt personell gut ausgestattet, so dass zwischen meinem ersten und letzten Bild gerade einmal 39 Minuten lagen! Die Lz-Rückfahrt nach Kirchhain habe ich mir geschenkt und bin lieber nach Hause in den Schatten.